Tagebuch

Urlaub
Mallorca 2017     erster Tag: vom Start lesen

Mi 12.04. - Manacor Cales de Mallorca
Heute bin ich früher los gefahren, ich hatte auch viel vor bei dem schönen warmen Wetter. Südlich von Manacor gibt es viele schöne Buchten, und auf dem Weg zu Cales de Mallorca liegt eine Ausgrabungsstätte, das  Prähistorische Dorf von S’Hospitalet Vell.


Im Bild oben Reste von Naviformes, Gebäudeformen, die wie mit dem Kiel nach oben liegende Schiffe aussehen. Es sind die ältesten Zeugnisse der Siedlung des prähistorischen Dorfes aus der Zeit vor 1100 v. Chr.


Über die Entstehungszeit des ein Stück dahinter liegenden Talayot ("Wachturm") ist nichts genaues bekannt, man nimmt jedoch die Zeit um 1000 bis 900 v. Chr. an. Mehrere Räume wurden an den Talayot angebaut, im Vordergrund ein großer Saal mit monolithischen Säulen.


Im Bild oben der Wachturm.

Zum Glück habe ich es erst beim Rausgehen gesehen und vor Allem gerochen: das vierte tote Schaf in meinem Urlaub, schon halb zerfallen, die Überreste einsam an die alten Mauern angelehnt. Nichts wie raus hier, die geplante Brotzeit wird warten müssen, der Apetit ist mir vergangen.


Weiter nach Cala Murada, direkt ans Meer. 


Hier habe ich dann meinen mitgebrachten Schinken und Käse ausgepackt und mir schmecken lassen. Nach einer kurzen Rast bin ich weiter Richtung Norden der Küste entlang gefahren zu einem Parkplatz, ausgewiesen für die Cala Varques. Vom Parkplatz aus geht es zuerst ein kleines Stück an der Straße entlang und dann weiter auf einem steinigen Cami Richtung Küste. Viele fahren diesen Weg mit dem Auto und parken möglichst weit hinten, daher wird es teilweise etwas staubig für die Fußgänger.


Am Ende steigt man über eine Kette zwischen zwei Toren und geht einen schmalen felsigen Weg unter Pinien weiter hinunter zur Bucht Cala Varques. Es sind schon viele Badelustige hier, obwohl das Wasser noch ziemlich kühl ist. Ich bin nur mit den Füßen rein.


Über einen kleinen Anstieg führt der Weg weiter zu beeindruckenden Halbhölen mit tyrkies-blauem Wasser davor. Klettert man um den Einschnitt herum, 


so kommt man ein Stück weiter, nach einem weiteren kleinen Anstieg zur Puente Natural, einer Naturbrücke. Viele lassen sich auf der Brücke stehend von ihren Partnern fotografieren, es scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Der Weg würde noch viel weiter der Küste entlang folgen, aber ich hatte genug für heute, bin umgedreht und habe mich noch eine Zeit lang in der Bucht ans Meer in die Sonne gesetzt, bevor ich den heißen, steinigen Rückweg zum Auto angetreten habe.


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